Geschichtlicher Überblick  I

 

1945 August Gründung einer neuen jüdischen Gemeinde durch Überlebende des Holocausts. 1956 Gründung des Gemeindezentrums.

 

24.06.1954 Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Dortmund als zweite Gesellschaft in Westfalen. Seitdem regelmäßig verschiedene Bildungsangebote und pädagogische Projekte.

 

1961,1963, 1965 Anwerbung von Arbeitnehmern aus der Türkei, Marokko und Tunesien. Die überwiegende Anzahl dieser Menschen ist muslimischen Glaubens.

 

1966 Gründung des ersten Moscheevereins – heute DITIB-Zentral-Moschee, Kielstraße

 

seit 1969 (bis 80er Jahre) Arbeitskreis Religion und Weltanschauung:

Seminare und Diskussionsveranstaltungen mit Muslimen in der Rheinisch-Westfälischen Auslandsgesellschaft und der Carl-Duisberg-Gesellschaft.

 

18.04.1970 Erste christlich-islamische Gebetsandacht in Deutschland mit dem Titel „Wir wollen Brüder sein“ in der evang. Stadtkirche St. Reinoldi

 

1977 Erste Trialogtagung von Juden, Christen und Muslimen der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

 

1993 Brandanschlag in Solingen auf ein von türkischen Familien bewohntes Haus.   Fünf Menschen sterben. Als Reaktion darauf entstehen neue Aktivitäten für Dialog und Begegnung in Dortmund,  insbesondere zwischen Christen und Muslimen.

 

seit 1993 Aus einem spontan gegründeten Antirassismusforum Dortmund geht bald darauf das Islam-Seminar hervor. Beteiligt sind bis heute evangelische und katholische Christen und Muslime einiger Moscheevereine.

 

1993 - 2000 Arbeitskreis Kirche und Moschee, vor allem getragen von evang. und kath. Kirchengemeinden und Moscheevereinen  im Dortmunder Norden.

 

seit 1996 Interreligiöses Gebet, getragen von den abrahamitischen Religionen  Judentum, Christentum, Islam, seit 1999 auch von der Bahai-Gemeinde

 

1997 Die Leitungen der Evangelischen und der Katholischen Stadtkirche veröffentlichen die Erklärung „Für ein friedliches Zusammenleben in Dortmund“ anlässlich eines Streits zum lautsprecherverstärkten Gebetsruf (Ezan) einer muslimischen Gemeinde im Stadtteil Eving.

 

 

seit 1997 Beide Kirchen gründen im Gefolge der Ezan- Erklärung die Dortmunder Kontaktgruppe der Kirchen mit den Moscheevereinen gemeinsam mit einem gewählten Sprechergremium etlicher Moscheevereine.

 

2001 Die Erklärung "Aufruf zum Gebet für den Frieden" der Kontaktgruppe zum Anschlag vom 11. September wird veröffentlicht. 

 

seit 2001 Interreligiösen Friedensforums in der Nordstadt, gegründet unter dem  Eindruck der Anschläge vom 11. September 2001.

 

04.03. 2002 Präsentation des ersten Dortmunder Moscheeverzeichnisses "Moscheen in Dortmund" im Rathaus, herausgegeben von der Kontaktgruppe mit Islamseminar und AK Kirche und Moschee, unterstützt vom Ausländerbeirat und der Stadt. Es informiert über 22 Vereine und enthält einen "Überblick" über die Geschichte des Islam in Dortmund und des Dialogs.

 

seit 2003 Der Runde Tisch Grimmelsiepen bildet sich anlässlich der Auseinandersetzungen um den geplanten Moscheebau "Am Grimmelsiepen" in Hörde. Evang. und Kath. Kirche, der Moscheevereine Hermannstraße, Parteien u. a. setzen sich ein für Verständigung und gute Nachbarschaft.

 

seit 2003 Die "Kontaktgruppe" initiiert die Beteiligung Dortmunds an der Landesinitiative „Integration mit aufrechtem Gang“. Es bildet sich ein breiter Trägerkreis unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, der mit Unterstützung der Stadt Dortmund bisher drei Integrationskonferenzen durchgeführt hat. Außerdem

werden Bürgerarbeitskreise und das "Bürgerforum Integration" organsiert.

 

2005/06 Der Rat der Stadt Dortmund verabschiedet den „Masterplan Integration“ und gründet das "Integrationsbüro".

 

seit 2006 „Anstoß zum Dialog“: Erstes Fußballspiel evangelischer Pfarrer gegen Imane in Westdeutschland mit einem jüdischen Schiedsrichter im Stadion Rote Erde. 2008 zum "Fußballturnier der Religionen" erweitert mit Jugend- und Herrenmannschaften der drei Religionen.

 

 

2007 Gründung des Rates der Muslime durch Moscheevereine mit Unterstützung der Stadt Dortmund