Der Dialog – worum es geht

 

  • Besuche in den Gemeinde- und Gotteshäusern
  • Gespräche über die Glaubenserfahrungen
  • Gespräche über die religiösen Traditionen

zum Beispiel über das Schriftverständnis in der jeweiligen Religion, Personen der gemeinsamen Tradition wie Abraham, aber auch eigene Erfahrungen oder Alltagsbräuche

  • Feste zusammen feiern  
  • Interreligiöse Feiern und Gebete organisieren

      zum Beispiel in den Schulen

  • Gemeinsame Weltverantwortung für Stadt und Land

zum Beispiel bei den Themen Integration, friedliches Zusammenleben im Stadtteil, soziale Probleme, Einsatz gegen Rassismus und Rechtsextremismus

 

Dialog der Religionen?

Wer sich auf den Dialog einlässt, erlebt dies in der Regel als persönliche Bereicherung. Dennoch geht es bestimmt nicht um "Kuscheldialog" oder die leichtfertige Behauptung: "Wir glauben doch alle an einen Gott". Denn jede Religion enthält ihren eigenen Wahrheitsanspruch. Jeder gläubige Mensch ist der Wahrheit seines Glaubens verpflichtet.

 

Insofern spitzen sich hier die Fragen des Zusammenlebens in besonderer Weise zu: Können wir den Anderen gelten lassen? Ist es unsere religiöse Pflicht, uns von den anderen abzugrenzen - oder sollen wir auf sie zugehen? Wie kann überhaupt ein gutes Miteinander entstehen? Dazu gehört auch die Frage, wie wir im Dialog unsere Identität bewahren.

 

Damit steht die Frage nach dem Respekt vor der Überzeugung des anderen und der Toleranz seiner Religionsausübung im Mittelpunkt. Auch wenn der Staat die freie Ausübung der Religion (im Rahmen der geltenden Gesetze) garantiert, sind die Gläubigen und die Religionsgemeinschaften zu einer eigenen Klärung herausgefordert. 

 

 

Wichtig ist die Frage nach der gemeinsamen Weltverantwortung: Können Christen, Muslime und Juden sich zusammen den aktuellen Herausforderungen für das Gemeinwesen stellen? Inwieweit gelingt es, sich vor Ort gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen?