Friedenslicht der Religionen


Das Projekt "FRIEDENSLICHT DER RELIGIONEN in Dortmunder Stadtbezirken" hat in den Jahren 2011 bis 2013 in sechs Stadtbezirken Vertreter der Abrahamsreligionen Judentum, Christentum und Islam mit den Bürgerinnen und Bürgern des jeweiligen Stadtteils zusammengebracht. Unter dem von dem Künstler Leo Lebendig gestalteten Friedenslicht kamen die Menschen in den Stadtbezirken Innenstadt-Ost, Hörde, Marten, Mengede, Aplerbeck und Innenstadt–Nord zu Begegnungsabenden zusammen.

Begleitet wurde die Ausstellung des Kunstobjekts stets durch eine interreligiöse und interkulturelle Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Büro des Oberbürgermeisters und dem „Arbeitskreis Religion und Integration“.

Das „FRIEDENSLICHT DER RELIGIONEN“ entstand bereits 2005 durch die Begegnung der Lichtvision des Künstlers Leo Lebendig mit den Aktivitäten der Selbsthilfe-Initiative IFF (Interreligiöses-Friedens-Forum) in der Dortmunder Nordstadt. Über das Kunstwerk, das 2010 auch Kunstwerk der RUHR.2010 TWINS war schreibt Leo Lebendig: „So wie das FRIEDENSLICHT DER ABRAHAMSRELIGIONEN das Blau des Judentums, das Rot der Christen und das Grün der Muslime zu der göttlichen Farbe Weiß vereint, so soll es die Menschen mit dem gemeinsamen Stammvater Abraham unter sich zu friedlichem Tun zusammenführen.“ Diese Botschaft hat das Kunstwerk auf einer „Pilgerreise“ durch Städte der RUHR-Metropole, der Niederlande und Israels getragen und so auch in die Dortmunder Stadtbezirke.

Dem Arbeitskreis Religion und Integration gehören der Evangelische Kirchenkreis Dortmund und die Katholische Stadtkirche, die Jüdische Kultusgemeinde, die DITIB-Moscheen und der Sprecher des Rats der muslimischen Gemeinden in Dortmund an. Der Fokus liegt auf der Frage, wie Religion den Prozess der Integration positiv beeinflussen kann.

 

Christen, Muslime und Juden engagieren sich seit Jahren in Dortmund intensiv im Dialog der Religionen. Sie sind davon überzeugt, dass es zum Dialog keine Alternative gibt, wenn der Frieden bewahrt werden soll. Viele setzen sich dafür ein, dass sich die Menschen mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen mit Verständnis und Respekt begegnen. Um dies noch mehr zu fördern wurde auf Anregung des Dortmunder Oberbürgermeisters das Projekt „Friedenslicht der Religionen in Dortmunder Stadtbezirken“ entwickelt. Der Veranstalterkreis von Kirchen, Moscheevereinen und der jüdischen Gemeinde lud dabei zu ungewöhnlichen Begegnungs- und Informationsabenden an besonderen Orten ein. Dabei wurde das Lichtkunstwerk „Friedenslicht der Religionen“ ausgestellt. Zwei Wochen hing das Werk in dem jeweiligen Stadtbezirk und konnte besichtigt werden. An einem besonderen Abend mit anschließendem kleinen Empfang unter dem Friedenslicht kam es zu Treffen der Vertreter der verschiedenen Abrahamsreligionen, Repräsentanten der Stadt, lokalen Akteuren und den Bürgern des Bezirks. Es wurde über den Dialog der Religionen informiert und der Wirkung des Lichtkunstwerkes Raum gegeben.